leeds post-math perfectionists the dragon rapide have their lushly packaged 2nd studio
collection now up for grabs. this is joyous & fizzy, uncompromising, optimistic, widdly,
wobbly, kaleidoscopic & heart warming stuff. a great leap forward from the debut CD,
musically, stylistically & in the production stakes too. there's elements of free jazz & world
music here & there but all in all no threat of andy kershaw coming round your house to chew
your ear off with that worthy accent. so think maybe a friskier, dizzier TORTOISE jamming
with small slices of SEA & CAKE, HIM, hints of MICE PARADE & FIVE STYLE. very
intricate & clever stuff indeed. the sleeve art was done by their friend from liverpool & blew
me away.
review by norman records
one of the guys in the dragon rapide used to play in THE LAPSE which gives them already
an a priori bonus because i love the lapse. however this band sounds a whole different. the
dragon rapide play an instrumental postrock thing with a very jazzy and leaned back vibe.
perfect for getting up on a sunday afternoon or staying in bed on a friday morning. there is
so much going on in this music, so many varying rhythms and interwoven melodies. it's
amazing. i've been listening to this record more often now then most other records in the
past months (except beirut maybe …) and still i am not bored the least bit. let me put it into
an allegory form: if the dragon rapide, OFF MINOR and DEERHOOF were triplets then you
would spend hot nights with OFF MINOR, have the craziest of all dancing parties with
DEERHOOF but the one you want to wake up next to and talk to while breakfast would be
the dragon rapide because it simply never gets boring conversing to it. they are less overtly
salacious and not as radically direct but still a hell of a listening pleasure. thanks coraille.
review by yellow is the new pink
dragon rapide aus manchester verarbeiten musikalische einflüsse amerikanischer
postrockbands wie DON CABALLERO, TORTOISE oder OWLS. polyrhythmik ist hier das
stichwort: versiertes schlagzeugspiel, gegeneinander verlaufende gitarrentonfolgen, ein
verquer aufspielender bass. dennoch praesentieren dragon rapide vertrackte
instrumentalmusik in einer eingängigen weise. das ausloten vom laut und leise des
zusammenspiels und die melodische zusammenführung der instrumentenklänge bietet auf
ihrem zweiten album orientierung im filigra.
review by green hell
zweitling der britischen geheimwaffe auf dem instrumental / post-rock-schlachtfeld, der den
EXPLOSION IN THE SKYS, TRISTEZAS und MASERATIS einmal mehr zeigt, dass mit den
jungs von der insel nicht zu spaßen ist wenn es um einfallsreichen, filigran-spannenden und
breitwandigen instrumentalsound geht. sie bestechen v.a. mit jazziger leichtigkeit, die nie
nervt, sondern ähnlich früher TRISTEZA, FMTM oder MERCURY PROGRAM eine positive
grundstimmung aufbaut und mit vielschichtiger gitarrenarbeit auftrumpft. 10 stücke in
gigantischer aufmachung.
review by flight 13
ursprünglich ist dieses album schon im september 2005 als LP erschienen, erst jetzt kommt
auch die CD-version, die sich gleich drei labels teilen - zwei deutsche und ein englisches. in
der zwischenzeit hat sich die band leider aufgelöst, meiner meinung nach ein großer verlust.
wie schon zu dem vorgänger, sage ich, dass die frühen TORTOISE die wichtigste referenz
sind, mit "früh" meine ich die zeiten von "millions now living ..." und "TNT". das schlagzeug
beispielsweise ist eine "ohrenweide" für jeden, der gute instrumentalisten zu schätzen weiß.
durch seine filigrane arbeit webt es einen flauschigen teppich und macht schon ohne die
anderen instrumente schöne musik, wobei die anderen musiker dem in nichts nachstehen
und ihre faszinierenden zierfäden ins klanggeflecht einarbeiten. faszinierend deshalb, weil
jeder part für sich recht merkwürdig klingt und erst im zusammenspiel richtig sinn ergibt.
genau wie die unterstellten vorbilder namens TORTOISE gaben sich THE DRAGON
RAPIDE nicht mit dem erreichten zufrieden, sondern haben ihre songs im vergleich zu
"meetings with remarkable machines" auf ein höheres qualitätsniveau gebracht. ich habe
den eindruck, "II" ist etwas weniger ernsthaft, was nicht als vorwurf verstanden werden soll.
es zeigt sich etwa in der fülle an klangspielereien und den vielen verschiedenen
instrumenten, die zum einsatz gekommen sind. eins ist aber gleich geblieben: das hier ist
höfliche musik, die an einem vorbeirauschen kann, aber wenn man wirklich zuhört, dann
nimmt sie einen gefangen. wie gesagt: schade, dass es die band nicht mehr gibt.
review by ox-fanzine